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Die Religionen
Mittlerweile leben wir in einer sogenannten Multi Kulti Welt. Es prallen die unterschiedlichsten Nationen und Kulturen im alltäglichem Leben aufeinander.
Bedeutung von Kirche und Glaube ?

In Deutschland häufen sich die Kirchenaustritte. Es werden sogar Kirchen geschlossen weil das Geld nicht mehr ausreicht um diese zu unterhalten. Also sollte man der Frage nachgehen welche Bedeutung die Kirche in unserer Zeit noch hat.
Aber auch auf die Zweifel an der Existenz von Gott möchten wir eingehen. Wieso kommen Zweifel auf und was hat das mit meiner Gläubigkeit zu tun ?
Religiöse Persönlichkeiten

Jede große Religion hat Ihre bedeutenden Figuren und Persönlichkeiten. Viele dieser Persönlichkeiten kennt jedes Kind vom Namen her.
Doch kennen Sie wirklich auch den Lebenslauf dieser Menschen ? Wir möchten Sie Ihnen ein wenig näher vorstellen ...
Urknall oder Schöpfungsgeschichte?
Die Frage, was denn nun tatsächlich maßgeblich zur Entstehung der Erde beigetragen hat, beschäftigt heutzutage auch Wissenschaftler. Diese sollten eigentlich davon überzeugt sein, dass die Erde durch den Urknall entstanden ist. Laut dieser Theorie schlug vor ungefähr 15 bis 20 Milliarden Jahren ein riesiger Meteor auf und die Erde entstand aus dem Nichts. Dieser Vorgang wird üblicherweise als Urknall bezeichnet.
Nun aber möchten wir Ihnen viel Spass beim durchstöbern unserer Artikel wünschen und würden uns über Ihre Kommentare und Meinungen freuen.
Dann gibt es aber noch die Theorie der Schöpfungsgeschichte. Gott hat die Welt in sieben Tagen geschaffen und sich an jedem einzelnen Tag der Erschaffung einer anderen Spezies zugewendet, bis er sich schließlich am siebten Tag seiner Schöpfung ausruhte.
Fromme Christen sehen gar keinen Zweifel darin, dass die Welt allein durch Gott erschaffen wurde. Wissenschaftler hingegen glauben nicht an das Unmögliche und fordern für eine Theorie immer Beweise. Aber was ist mit christlichen Wissenschaftlern?
Diese befinden sich in einem Zwiespalt von Glauben und Wissen. Über Jahre hinweg haben sie sich deshalb besonders damit beschäftigt, Beweise für die Urknall-Theorie zu finden. Und hier passt alles wunderbar zusammen. Man kann die -Entstehung jedes einzelnen Lebewesens logisch nachvollziehen. Was aber wen man sich irrt? Es gibt in unserer Welt immer wieder mal Augenblicke, wo einen der Verstand verlässt und man auf seinen Glauben hören muss. Wenn nicht Gott die Welt geschaffen hat, sondern diese tatsächlich durch eine riesige Explosion im Weltall entstanden ist, dann würden gläubige Christen doch schon erheblich daran zweifeln, warum man dann von der Theorie der Schöpfungsgeschichte ausgeht. Vielleicht gibt es Gott dann ja gar nicht?
Dies scheint ein ziemlich heikles Thema zu sein. Jeder hat hier eine andere Auffassung. Jedoch sollte man bei jedweder Diskussion über die Entstehung der Erde den Glauben eines jeden einzelnen respektieren. Für viele beginnt der Glauben dort, wo die Wissenschaft nicht weiter weiß.
Buddhismus
Der Buddhismus entschiedet sich vom Christentum, dem Islam und dem Judentum im wesentlichen in seiner Haltung gegenüber einer höher stehenden Macht. Im Buddhismus gibt es nämlich keinen persönlichen Gott. So versteht sich der Buddhismus mehr als eine Lebensart. Deshalb musste der Buddhismus lange darum kämpfen, als Religion vollständig anerkannt zu werden.
Entstanden ist der Buddhismus ungefähr im sechsten Jahrhundert vor Christus. Heutzutage leben weltweit 300 Millionen Anhänger des Buddhismus. Die Mehrheit der Buddhisten lebt im asiatischen Raum. Dennoch ging eine weltweite Verstreuung von Statten. Im Buddhismus geht man zwar davon aus, dass es Götter gibt, doch da diesen kein ewiges Leben beschert ist, gibt man ihnen auch keine richtigen Namen. Die Lehre des Buddha besagt, dass jeder Mensch voll von so genannte Giften ist. Diese setzen sich aus Gier, Hass und Selbstsucht zusammen. Nur wer es in seinem irdigen leben schafft, diese schlechten Eigenschaften auszumerzen, wird nach dem Tod das Nirvana erfahren.
Hier wird das Leben als ein "Ich-Wahn" bezeichnet, welches man vernichten muss. Die Vier Edlen Wahrheiten des Buddha sind zum Einen, dass das gesamte Leben nur aus Leiden und einer Unzufriedenheit besteht. Dies beginnt mit der Geburt und endet erst mit dem Tod. Begründet wird dieses leiden beispielsweise damit, dass man in seinem Leben oftmals mit Menschen zusammen sein muss, die man nicht leiden kann und weil man nie das erreicht, was man benötigt, um glücklich sein zu können.
Dieses menschliche Leiden kann man nur überwinden, wenn man den achtfachen Pfad befolgt. Dieser setzt sich aus rechter Erkenntnis, rechtem Handeln, rechtem Leben und Sterben, rechtes Sichversenken, rechter Achtsamkeit, rechter Gesinnung und rechtem Reden zusammen. Wer all dies befolgt, wird das Nirvana erfahren. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen himmlischen Ort wie oftmals vermutet wird. Das Nirvana beschriebt viel mehr einen Zustand, in welchem man es geschafft hat, den "Ich-Wahn" zu besiegen.
Christentum
Die Religion mit den meisten Anhängern ist das Christentum. Ungefähr zwei Milliarden Menschen glauben an eine höher stehende Macht, die sie Gott nennen. Damit beruft sich das Christentum, im Gegensatz zu anderen Religionen, darauf, dass es nur einen Gott gibt. Das Christentum ist also monotheistisch geprägt, ebenso wie das Judentum und der Islam.
Das Werk, welches im Christentum alle wichtigen Geschichten über und Begegnungen der Menschen mit Gott aufgezeichnet hat, ist die Bibel. Bis heute ist sie das meist verkaufteste Buch auf der gesamten Welt. Sie ist gewissermaßen ein Leitwerk für Menschen, welche Christen sind oder zum Christentum übertreten möchten. Neben den zehn Geboten (Bsp. "Du sollst nicht lügen") enthält die Bibel auch zahlreiche Psalme, welche den Gläubigen Mut, Kraft und Trost spenden sollen.
Der Leitgedanke im Christentum ist die Wiederauferstehung nach dem Tod. Für gläubige Menschen, welche au der Erde ein Gott gefälliges Leben geführt haben, steht nach ihrem Ableben das Himmelsreich offen. Nach dem friedhöflichen Begräbnis wird nur der Körper des Verstorbenen unter die Erde gebracht, denn im Christentum glaubt man daran, dass die Seele bereits unmittelbar nach dem Tod in den Himmel aufgestiegen ist.
Im Christentum hat sich über die Jahrtausende hinweg auch ein Gegenpart zu Gott entwickelt. Der Teufel ist Gefährte von Menschen welche vom rechten Weg abgekommen sind. Bereits in der Bibel findet man Geschichten darüber, wie Gott und Teufel gleichermaßen versuchen, Anhänger zu finden. Doch in der Bibel steht auch, dass man Gott niemals herausfordern soll.
Dass das Christentum hauptsächlich aus dem Glauben und nur in wenigen Fällen aus Beweisen besteht, ist für jeden Christen zusätzlich eine Probe. Manche sagen, Gott hätte sich ihnen schon gezeigt. Diese Schilderungen machen vor allem Menschen welche sich in einer Notsituation oder einer schlimmen Krise befunden haben. Jeden Sonntag treffen sich die Anhänger des Christentums zum gemeinsamen Beten und lauschen den Predigten des Pfarrers. Dennoch muss man im Christentum nochmals eine Unterteilung vornehmen. Das Christentum spaltet sich in den Katholizismus und den Evangelismus. Diese beiden Unterreligionen sind sich jedoch sehr ähnlich was den Glauben betrifft. Lediglich in manchen Bereichen wird dieser Glaube anders zum Ausdruck gebracht.
Islam
Der Islam besitzt weltweit ungefähr 1,2 Milliarden Anhänger. Der entscheidende Unterschied vom Islam zum Christentum besteht darin, dass die Anhänger des Islam ihren Propheten Mohammed nicht so in den Mittelpunkt rücken wie die Christen Jesus. Für sie ist der Koran wichtiger.
Ebenso wie die beiden anderen großen Religionen - Christentum und Judentum - besteht der Glaube im Islam daraus, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Im Islam wird dieser allerdings Allah genannt. Als Gemeinsamkeit ist zum Christentum auch die Schöpfungsgeschichte hinzu zu ziehen. Im islamistischen Glauben gibt es fünf Säulen, welche mit den zehn Geboten des Christentums vergleichbar sind. Hier findet man die Pflichten vor, welche ein streng gläubiger Islamist Allah gegenüber hat.
Zu den fünf Säulen im Islam zählen zum Beispiel die Einhaltung des Fastenmonats Ramadan und das rituelle Gebet. Zu diesem treffen sich alle Muslime freitags in einer Moschee, die die im Christentum benannte Kirche darstellt. Der Glaube im Islam ist geprägt von einer Vorherbestimmung. Damit sind die Anhänger des Islam mehr als andere Religionen davon überzeugt, dass sich jeder in sein Schicksal fügen muss. Und auch der Islam sieht für seine Gläubigen nach dem Tod das Paradies vor.
Im Gegensatz zum Christentum kennt der Islam keine Taufe. Laut Allahs Gesetz wird jeder mit der Anlage zum Islam geboren und zeichnet sich durch sein künftiges Verhalten als gläubiger Muslim aus. Wer sich dem Islam verschrieben hat, sollte möglichst fünf Mal am Tag zu vorgeschriebenen Zeiten beten. Ähnlich wie im Judentum ist der Islam von Reinheitsvorschriften und Speisegeboten geprägt. Diese Gebote und Vorschriften finden sich im Koran vor. Ein Brauch ist es im Islam beispielsweise - ähnlich dem Judentum - noch nicht erwachsenen Jungen die Vorhaut zu beschneiden. Auch hier findet man ein Zeichen dafür, dass die reinheit sehr wichtig ist. Menschen, welche im Sterbebett liegen, lassen sich aus dem Koran vorlesen.
Judentum
Das Judentum stellt die älteste der fünf Weltreligionen dar. Weltweit hat das Judentum die wenigsten Anhänger. Die Geschichte des Judentums ist geprägt von Verfolgungen und Vertreibungen. Bis heute hin leidet das jüdische Volk darunter, dass es im Zweiten Weltkrieg eingesperrt, gequält, gefoltert und Abertausende von ihnen getötet wurden.
Die Bedingung dafür, ein Jude sein, ist, eine jüdische Mutter zu haben oder bei strikter Einhaltung des jüdischen Religionsgesetzes zum Judentum übergetreten zu sein. Wer sich dem Judentum verschrieben hat, glaubt nur an einen einzigen Gott, ebenso wie im Christentum und im Islam. Die wenigsten Juden leben heutzutage in Europa. Dies ist vor allem darauf zurück zu führen, dass so viele von ihnen unter dem Hitler-Regime ermordet wurden. Die besonderen Eigenschaften des Judentums liegen hauptsächlich darin, dass Juden vor dem Beten bestimmte Rituale vollziehen müssen. So müssen sich Juden beispielsweise ihren Mund ausspülen und ihre Hände gründlich waschen. Der größte Unterschied zum Christentum liegt im Judentum darin, dass man hier nicht an die Erbsünde glaubt. Das Judentum geht davon aus, dass jeder für sein handeln selbst verantwortlich ist und durch seinen freien Willen auch sein Handeln selbst bestimmen kann.
Ebenso wie im Christentum glauben Menschen des Judentums daran, dass es nach dem Tod ein Leben gibt. Durch die Auferstehung der Seele gibt es nicht nur ein einziges Leben. Dennoch sollte man aber sein Leben auf der Erde als "Hauptleben" ansehen. Wie im Christentum gilt auch im Judentum das Gebot, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst. Hier geht das Judentum noch viel weiter und schließt in diesem Gebot auch mit ein, dass man die Tiere ebenso wie seine Mitmenschen behandeln soll (Schabbatgesetz, siehe auch
Tierschutz).
Ein besonderer Feiertag im Judentum ist der Schabbat. Dieser findet jeden Sonntag statt. Damit soll an die Schöpfungsgeschichte erinnert werden. Das religiöse Standardwerk des Judentums ist die Tora. Hierin finden sich 613 Pflichten, welchen ein frommer Jude nachkommen muss. Insbesondere Speisevorschriften und Reinheitsgebote sind Pflichten, welche der Jude unbedingt zu erfüllen hat. Ein Beispiel hierfür ist die kosche Zubereitung von Speisen.
Atheismus
Der Atheismus grenzt sich nicht nur von den fünf großen Weltreligionen ab. Menschen, welche dem Atheismus angehören, distanzieren sich von jedweder Form von Religion. Wer Atheist ist, glaubt weder an eine Gottheit, noch an ein anderes, uns höher gestelltes Wesen. Schon alleine durch seinen Namen zeigt sich, dass der Atheismus ein Gegner des Theismus, des Glaubens an Gott, ist.
Der Atheismus ist dabei aber keine Gruppe, die gegen die Gläubigen vorgeht. In den letzten Jahren wurde die Fortschreitung der Religionsfreiheit immer schneller voran getrieben. Somit hat sich auch die Anzahl derer, welche sich öffentlich dazu bekennen, an keinen Gott zu glauben, vermehrt.
Viele verwechseln den Atheismus jedoch noch heute mit dem Nihilismus, welcher auch die moralischen Aspekte als eine Art Gottesglauben ansieht und sich deswegen nicht an sie hält. Dabei gibt es im Atheismus nur wenige Anhänger, welche sich zusätzlich noch zum Nihilismus bekennen.
Die Gründe dafür, ein Atheist zu sein, können bei jedem höchst unterschiedlich ausfallen. Manche sind einfach nicht damit aufgewachsen, dass es so etwas wie ein Glaubensgefühl gibt. Andere wiederum vertrauen nur auf Wissenschaftliches. Da man die frühere Existenz von Jesus nicht beweisen kann oder man keine Sicherheit darüber erhält, dass es im Himmel einen Gott gibt, ist man gar nicht dazu im Stande, neben der wissenschaftlichen Denkweise auch einen kleinen Platz für den Glauben an eine uns höher stehende Macht zu finden.
Bevor man Atheisten allerdings verurteilt, sollte man sich selbst mal fragen, warum man als Christ denn nicht an Mohammed glaubt. Oder als Moslem nicht an Jesus. Ebenso wie es jedem von uns offen steht, sich für eine Religion auf Grund unseres Glaubens zu entscheiden, sollte auch jeder Mensch die Möglichkeit dazu haben, sich dazu zu bekennen, an keine der fünf Weltreligionen und auch an keine übrigen Religionen zu glauben.
Denn jeder, der an einer Religion angehört, ist selbst ein Atheist. Indem er nämlich nur an das glaubt, was in seiner Religion gelehrt wird, zieht er die Möglichkeiten einer anderen Glaubens- und Denkweise überhaupt nicht in Betracht. Genau so wie diese Menschen sich nicht damit abfinden können, an Allah oder Buddha zu glauben, sollte auch Menschen die atheistisch sind dieses Recht zukommen.
Hinduismus
Der Hinduismus bildet mit dem Buddhismus die große Ausnahme bei den fünf Weltreligionen. Im Gegensatz zu den übrigen drei Religionen gibt es im Hinduismus nicht nur einen einzigen Gott, sondern vielmehr eine Vielzahl an Göttern. Deshalb wird der Hinduismus auch als polytheistische Weltreligion bezeichnet.
Die drei Hauptgötter und somit auch die wichtigsten im Hinduismus sind Varna, Vishnu und Shiva. Doch trotz des polytheistischen Glaubens sehen viele Hinduisten in all diesen Göttern nur die verschiedenen Gesichter eines einzigen Gottes - Brahman. Andere Hinduisten glauben heutzutage eher, dass nicht Brahman, sondern Shiva oder Vishnu der Gott ist, welcher durch andere Götter sein Gesicht bekommt.
Überall im Hinduismus findet man die Ansätze der Dreifaltigkeit. Dies bedeutet, dass sich die drei Götter Vishnu, Shiva und Brahma ergänzen. Dabei stellt Brahma den Erschaffer und Begründer der Welt dar. Der Vollender und somit auch der Zerstörer der Welt ist Shiva. Vishnu versucht, die Welt zu erhalten und zu bewahren. Früher wurde Brahma als der all umfassende Gott angesehen, doch heutzutage gibt es kaum noch Hinduisten, die dieser Überzeugung sind. Das Gebet ist im Hinduismus eine individuelle, persönliche Prozedur. Man nimmt Kontakt mit dem Göttlichen auf und verwendet beim Gebet heilige Silben, die so genannten Mantras. Oftmals singt man auch während der Gebete und zitiert Lieder. Vollzogen werden die Gebete entweder vor dem Hausaltar oder im Tempel.
Im Tempel leitet dann oft ein Priester den Gottesdienst. Ebenso können aber auch Laien oder Asketen den Gottesdienst abhalten. Wenn man zu hause betet, übernimmt in der Regel die Hausfrau die Aufgabe des Priesters. Sobald die Gottheit angerufen wurde, behandelt man diese mit äußerstem Respekt. Es finden Fuß- und Badewasser, Salbungen, Duftwasser und Räucherwerk statt. Außerdem werden Blumengirlanden aufgehängt und Speisen als Opfergabe dar gebracht.
Im Hinduismus glaubt man an die Wiedergeburt. Deshalb findet auch keine Gedenkfeier statt. Nachdem der Leichnam des Verstorbenen gewaschen, gesalbt und in ein Leinentuch gehüllt wurde, wird er verbrannt. Der menschliche Körper soll damit ausgelöscht werden. Allein die Seele wird weiterleben und später in einen anderen Körper übergehen. Doch Hinduisten sollten immer auf den Tod vorbereitet sein. Laut ihrem Glauben gibt es zuvor Zeichen, welche den baldigen Tod ankündigen. Wichtig ist nun, dass der Betroffene auf seinen Tod vorbereitet ist und sich damit abfindet.
Persische Religion
Die persische Religion ist heute in der Welt nicht mehr so sehr verbreitet wie sie es früher einmal gewesen war. Beheimatet waren die Anhänger der persischen Religion im Westen von Iran. Nach ihnen wurde auch der persische Golf benannt. Waren Perser früher noch Mitglieder einer eigenständigen Religion, so bezeichnen wir heute Menschen, welche aus dem Iran kommen, als Perser.
Der Glaube bei der persischen Religion besteht vor allem darin, dass diese Menschen die Naturgötter verehrten. Diese bestanden sowohl aus Fruchtbarkeits- als auch aus Astralgottheiten. Die Führer der persischen Religion waren Priester aus dem Stamm der Magi. Die Ursprünge dieser heute nahezu ausgestorbenen Religion reichen bis ins sechste Jahrhundert vor Christus zurück. Zu dieser Zeit gründete der Prophet Zoroaster eine neue Religion. Die Grundsätze dieser Religion waren, nur Gutes zu tun und das Schlechte, das Böse, zu hassen. Die Menschen glaubten nur an einen einzigen Gott, welchen sie Ahuramazda nannten. Dies bedeutet übersetzt so viel wie "gerechter Meister der Gerechtigkeit". Daran erkennt man bereits, dass die persische Religion davon geprägt war, ethische Grundsätze zu befolgen. Der Gegenspieler des Gottes Ahuramazda war der Erzdämon Ahriman, welcher - ebenso wie im Christentum der Teufel oder Satan - das absolut Böse verkörperte. Das Besondere an der persischen Religion war ihre große Toleranz und ihre Weltoffenheit. Sie verurteilten andere Religionen nicht und waren fern davon, anderen Menschen ihren Glauben auf zu zwingen. Auch das Zusammenhalten der Gemeinschaft war von erheblicher Bedeutung gewesen. Zudem glaubten die Anhänger der persischen Religion dass jeder von ihnen nach seinem Tod ein individuelles Gerichtsurteil von der höchsten Macht bekommt. Dieses entscheidet darüber, ob man erlöst wird oder nicht, an Hand von seinen Taten und seinem Leben auf der Erde. Entgegen vieler Vermutungen heutzutage, hatte die persischen Einfluss einen nicht unerheblichen Einfluss auf andere Religionen. So hat zum Beispiel das Judentum einige Glaubenssätze in seine eigene Religion übernommen. Vor allem das Bestehen und Verhalten von Engeln und Dämonen findet man auch im Judentum vor.
Der Sikkhismus
Der Sikkhismus entstand in etwa im 15. Jahrhundert nach Christus. Gegründet wurde der Sikkhismus in Nordindien von Guru Nanak, welcher von 1469 bis 1539 lebte. Nanak wollte mit seinem Glauben andere Inder lehren, dass es nur einen Gott gibt, welcher für alle Menschen auf der gesamten Welt besteht.
Die Merkmale des Sikkhismus bestanden aus drei äußerst wichtigen Grundsätze, welche eingehalten werden mussten, wenn man dem Sikkhismus beitreten wollte. Allerdings waren dies drei sehr einfache Grundsätze, welche nur die minimalen Anforderungen für ein friedliches Zusammenleben bildeten. Jeder sollte arbeiten, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Daneben stellte das Beten zu Gott einen äußerst wichtigen Faktor im Sikkhismus dar. Der dritte Grundsatz dieser Religion ist, das, was man hat, mit anderen, vor allem hilfsbedürftigen Menschen, zu teilen.
Zwar knüpft der von Nanak geschaffenen Sikkhismus stark an die Grundregeln des Islam an, doch einen entscheidenden Unterschied gab es zwischen diesen beiden Religionen. Nanak vermittelte den Glauben an die Wiedergeburt, womit er sich in gewisser Weise an den Hinduismus anlehnt. Menschen des Sikkhismus sind davon überzeugt, dass man sich nach seinem Tod zuerst zu einem Tier entwickelt. Mit jedem neuen Tod und jeder neuen Wiedergeburt wird man dem Aussehen des Menschen ähnlicher, bis man schließlich selbst wieder zu einem wird.
Nachdem Nanak bei den Menschen den Glauben an seine Grundsätze gefestigt hatte, gab es mit dem Fortschreiten der Zeit noch neun weitere Gurus. Der zehnte Guru mit Namen Gobind Singh berief diese Glaubensart schließlich 1699 zu einer eigenständigen Religionsgemeinschaft. Des Weiteren schuf Guru Gobind Singh bei den Menschen ein Weltbild von einer Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Wer dem Sikkhismus angehörte, hatte fünf Pflichten zu erfüllen. Jeder musste seine Haare ungeschnitten lassen. Selbst der Bart durfte bei den Männern nicht geschnitten werden. Außerdem waren die Männer dazu verpflichtet, zusätzlich einen Turban auf ihrem Haupt zu tragen. Von nun an sollte auch jeder einen Kamm aus Holz in seinem Haar tragen, was zugleich Symbol für die Sauberkeit der Haare sein sollte.
Damit die sexuellen Gelüste besser im Zaum gehalten werden konnten, musste jeder spezielle Baumwollunterhosen tragen. Damit die Anhänger des Sikkhismus auch jeden Tag daran erinnert werden, dass sie zur Wahrheit verpflichtet sind, mussten sie am Arm einen Stahlarmreifen tragen. Die letzte Pflicht, welche Mitglieder des Sikkhismus hatten, war das Tragen eines Dolchs. Dieser sollte Tag und Nacht getragen werden und ein Symbol dafür sein, dass die Sikh-Religion jeden beschützt.
Ägyptische Religionen
Die Ägyptische Religion ist heutzutage ausgestorben. Jedoch ist sie beachtenswert, da sie einen nicht unerheblichen Einfluss auf andere Religionen und Kulturen hinterlassen hat. Im Gegensatz zu den drei der fünf großen Weltreligionen geht die Ägyptische Religion von dem Bestehen von mehreren Gottheiten aus, ist also polytheistisch geprägt. Als wichtigster Gott wird in dieser Religion der Sonnengott Re erachtet.
Heute kann man die Ägyptische Religion bis ins vierte Jahrtausend vor Christi Geburt zurück verfolgen. Man kann nachweisen, dass vor ungefähr dreitausend Jahren die Könige Ägyptens sehr hoch geachtet wurden. Man verehrte sie, weil man glaubte, dass sie vom Falkengott Horus geschickt worden sind. Später wurden in der Ägyptischen Religion hauptsächlich Tiere, wie zum Beispiel Krokodile, verehrt. Sie waren eine bildhafte Darstellung verschiedener Gottheiten. Die Ägyptische Religion hatte ihren ganz speziellen Totenkult. Nach dem Ableben wurden die Verstorbenen einbalsamiert. Bevor man sie in die Grabkammern von Pyramiden zur Ruhe kommen ließ, gab man ihnen noch reiche Beigaben, damit sie im Totenreich als reiche Menschen geachtet werden.
Früher glaubten Anhänger der Ägyptischen Religion, dass sie nach ihrem Tod einem Gericht Rede und Antwort über die Taten ihres weltlichen Lebens stehen müssen. Je nach der Entscheidung dieses Gerichtes landet der Verstorbene entweder im Feuer und wird dort vernichtet, oder er erfährt die ewige Seligkeit. Das, was bis heute noch von der Ägyptischen Religion erhalten sind, sind die monumentalen Pyramiden, welche zu den Weltwundern gehören. Für viele Wissenschaftler ist es heute noch immer nicht nachvollziehbar, wie es damals geschafft werden konnte, solch imposante Gebäude zu bauen. Die Aufgabe der Pyramiden war es, die Leichnams von verstorbenen Königen vor Grabräubern zu schützen. Hierzu wurden viele Fallen in die Pyramidenkonstruktion eingearbeitet, durch welche viele Menschen ihr Leben lassen mussten.
Bedeutung der Religion
Welche Bedeutung hatte Religion früher?
Früher kam der Religion eine viel größere Bedeutung zu als heutzutage. Von Toleranz gegenüber der Wahl ihrer Religion konnten die Menschen im Mittelalter lediglich träumen. Da die Kirche vor allem im Christentum meist sogar über dem herrschenden König stand, musste sich jeder dieser Gewalt beugen. Überall tauchte früher Religion auf und gab den Menschen ihre Lebensweise und Lebensrichtung vor.
Selbst die Krönung des Königs konnte nur durch die christliche Kirche erfolgen. Der König hatte kirchliche Ratgeber, welche genaustens darauf achteten, dass er im Sinne der jeweiligen Religion handelte. Im Hochmittelalter muss man nur an die Kreuzzüge der Christen erinnern, um sich ein umfassendes Bild davon machen zu können, welche Bedeutung der Religion zur damaligen zeit zugemessen wurde. Vor allem Juden und Moslems fielen den mörderischen Attacken der Christen zum Opfer, welche im Namen der Kirche ausgesandt waren um zu Töten.
Dass früher ein Moslem mit einem Christen zusammen war und dieses Paar eventuell auch noch Kinder hervor bringt, war für die damalige Zeit undenkbar gewesen. Weitaus mehr als heute achtete man darauf, dass es keine Vermischungen der unterschiedlichen Religionen gab.
Auch das Zusammenleben zweier Menschen welche der gleichen Religion angehörten, stand unter dem Einfluss der Kirche. Diese achtete mit äußerster Wachsamkeit darauf, dass es keinen Geschlechtsverkehr vor der Eheschließung gab. Wer sich diesem Gesetz der Kirche widersetzte, musste mit schlimmen Strafen rechnen. Ebenso war es üblich, dass man sich bei der Kirche von der auf sich geladenen Schuld befreite. Die Anhänger der jeweiligen Religion nahmen so unwissende Menschen aus und bereicherten sich an deren Sünden. Ein ebenso erwähnenswertes Beispiel für die Bedeutung der Religion früher ist die Verfolgung von Hexen. In der heutigen Zeit wäre solch ein Vorgehen nahezu undenkbar. Das liegt zum Einen daran, dass wir aufgeklärter sind, aber auch daran, dass wir heute nicht mehr so sehr unter dem Einfluss der Kirche stehen. Jeder kann der Religion angehören, der er möchte und muss nicht darum fürchten, von der Religion eine Strafe zu erhalten, weil er angeblich nicht gottesfürchtig genug sei. In früheren Zeiten war es nämlich ebenso ein Vergehen, sonntags nicht der kirchlichen Messe bei zu wohnen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Religion früher einen viel höheren Stellenwert als heute hatte. Dies brachte zwar Vor- aber auch erhebliche Nachteile mit sich. Alles war viel strenger reglementiert und die Menschen hatten kaum eine Möglichkeit, sich der strengen Führung zu entziehen.